Das Regenrückhaltebecken Waldheimstrasse

Rückzugsraum für heimisch selten anzutreffende Insekten

Hier tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Makrokosmos. Zu sehen sind ausschließlich Bilder von Insekten und Spinnen, die während des Zeitraumes 2006 bis 2008 von dem in Kierspe wohnhaften Naturfotografen Thomas Thieme erstellt wurden und die Artenvielfalt des Regenrückhaltebeckens an der Waldheimerstrasse dokumentieren.

Regenrückhaltebecken stellen heute einen wichtigen Rückzugsraum für viele Insekten dar und können als ökologische Nische betrachtet werden, da sich hier von Menschen unbeeinflusst Flora und Fauna ansiedeln und entwickeln können.

Im Vergleich zu den natürlichen Biotopen im Kiersper Umfeld, die ausschließlich aus Sumpfgebieten mit Magerrasen auf sauren Böden bestehen, stellen Regenrückhaltebecken auch eine Besonderheit dar, da sie aus Kalkschotter bestehen und ihre kesselartige Anlage die Wärme gut speichert. Aus diesem Grunde können sich dort wärme liebende Pflanzen ansiedeln und bieten wiederum Lebensraum für Insektenarten, die im hiesigen Naturraum weniger verbreitert sind, da sie vornehmlich Kalkmagerrasen als Lebensraum bevorzugen, respektive auf viel wärme Gebiete angewiesen sind.
Als Beispiel könnte man hierzu die Bläulinge nennen, ebenso den Südlichen Blaupfeil, die über die letzten 4 Jahre im Regenrückhaltebecken Waldheimerstrasse beobachtet werden konnten.

Inzwischen ist dieses Biotop zerstört. Entgegen der jahrelangen Praxis im Regenrückhaltebecken  für einen regelmäßigen Zu- und Ablauf des Wassers zu sorgen, ohne dass es für einem längeren Zeitraum zu einer Anstauung von mehr als 40c m kam, sodass sich Pflanzen- und Tierwelt wieder erholten, wurde zum Winter 2009-2010 das Becken auf gut 1,5- 2m angestaut und das Wasser erst im April wieder abgelassen.

Die Folge, sämtliche Pflanzen und Insektenlarven sind abgestorben, im Becken befindet sich fauliger Schlamm, das Restwasser ist gekippt, ohne Sauerstoff, ein totes Gewässer.

Sicherlich könnte sich dort über Jahre wieder die gleiche Fauna und Flora entwickeln, dann müßte man aber zur alten Praxis zurückkehren.

Diese Fotos möchten dazu animieren.