Ergebnisse der Lärmaktionsplanung

AutosDas Land möchte Informationen über die Lärmbelastung seiner Bürger haben. Aus diesem Grund wurden die Städte dazu verpflichtet, ihren Einwohnern die Möglichkeit zu geben, sich zur Lärmbelastung zu melden. Allerdings hat das Land bereits eine Auflistung von Straßen erstellt, die in Kierspe besonders lärmbelastet sind. Das sind die Kölner-, die Friedrich-Ebert- sowie die Volmestraße (B 54). Diese Straßen sind sogar mit allen betroffenen Hausnummern und den Wohneinheiten, die sich hinter diesen Nummern verbergen, aufgelistet.

Alle Informationen über die Lärmaktionsplanung finden Sie in den folgenden PDF-Dokumenten:

PDF Icon Bericht Lärmkartierung
PDF Icon Bericht über die Lärmaktionsplanung


Ergebnisse

Im Mai 2016 hatten Einwohner von Kierspe die Möglichkeit, eine Stellungnahne abzugeben. Bei der Stadt Kierspe sind folgende Stellungnahmen eingegangen:


Stellungnahme der Einwohner am Lerchenweg 1:
  1. Als Anwohner im unmittelbaren Kreuzungsbereich der L 528, Heerstrasse, mit der Anliegerstrasse Lerchenweg (Haus Heerstr. 33 und Haus Lerchenweg 1) sehen wir uns besonders an den Wochenenden und an den Feiertagen dem teilweise extrem lauten Lärm vorbeifahrender bzw. (trotz Tempolimit 70 km/h) -rasender Motorräder ausgesetzt. Abhilfe: Durchfahrverbot für Motorräder an Wochenenden und Feiertagen; grundsätzlich weiter reduziertes Tempolimit mit vermehrten Kontrollen; ggf. gezielte Fahrbahnverengung und -verschwenkung.
  2. Durch PKW und Klein Iieferwagen, die (trotz Tempolimit 70 km/h) mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind, geht nicht nur die Gefahr weiterer Unfälle aus (3 Unfälle mit Sachbeschädigung in unserem Grundstücksbereich entlang der Heerstrasse in 2015/2016), sondern erhöht sich auch der Lärmpegel erheblich. Abhilfe: s.o.- weiter reduziertes Tempolimit mit vermehrten Kontrollen; ggf. gezielte Fahrbahnverengung undverschwenkung.
  3. Sonderaspekt Lärmbelastung durch Flugverkehr (Hubschrauberrundflüge) vom Sonderlandeplatz Meinerzhagen. Hier ist, besonders bei guter Wetterlage, mehrstündiger (bis annähernd ganztägiger) Rundflugbetrieb in niedriger Flughöhe mit entsprechend lauten und monotonen Lärmemissionen außerordentlich belastend. Abhilfe: Deutlich eingeschränkte Zeitfenster für den Flugbetrieb; evtl. größere Flughöhe als Vorgabe und Ausweitung des Überfluggebietes mit Flugverbot bzw. Einschränkung für städtische und stadtnahe Bereiche.

Stellungnahme der Einwohner am Uhlandweg 10:
Direkt am hinteren Grundstück verläuft die ausgebaute K2 (Rönsahl) paralel zum Uhlandweg. Der Ausbau verleitet den Verkehr auch innerorts zu starker Beschleunigung und überhöhter Geschwindigkeit (ortsein- wie -auswärts) mit entsprechender Lärmentwicklung- insbesondere durch Krafträder am Wochenende. Kontrolliertes Tempo 30 im Ort und 50 außerortswürde Abhilfe schaffen.

Auf der Pulverstraße übergehend in die K2 und weiter auf der K3 ist die Lärmbelästigung gerade an Wochenenden oder Feiertagen durch Motorräder und durch Autofahrer, die ihr Fahrzeug auf dieser kurzen Strecke hochtourig fahren und riskant überholen, unerträglich. Als Anlieger der Pulverstraße ist eine Nutzung des eigenen Gartens als Ruheoase gerade im Frühlling und im Sommer kaum möglich. Ein ruhiges Gespräch so gut wie unmöglich, da man sein eigenes Wort mitunter nicht versteht. Die Nutzung des Kerspetals als Naherholung ist an den Wochenenden lebensgefährlich. Ich habe bereits Motorradkolonnen von bis zu 25 Fahrzeugen an mir vorbeifahrend gezählt. Einige Motorradfahrer nehmen noch nicht einmal das Tempo zurück, wenn sie an Fußgänger, Jogger, Radfahrer, vorbeifahren. Der Lärmpegel ist teilweise so hoch, dass er Herzrasen verursacht. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts von 30km/h und außerortsvon 50 km/h, sowie eine konsequente Verkehrsüberwachung würde eventuell die Lage erträ glicher machen. Eine Sperrung der K2/K3 für Motorräder an den Wochenenden halte ich für sinnvoll, zumal das Kerspetal teilweise als Naturschutzgeiet ausgewiesen ist.


Stellungnahme der Einwohner am Hammerkamp 1:
Wir sind unmittelbare Anlieger der Kölner Strasse, des Eisenbahnviadukts und des Busbahnhofes in Kierspe Bahnhof. Der normale tägliche Verkehrswahnsinn , der sich stetig durch die KölnerStrasse zwängt, ist nicht so sehr das Problem. In erster Linie sehen wir die erhöhte Lärmbelastung in Lkws die in den wenigen Verkehrsarmen Zeiten (Nachts) mit überhöhter Geschwindigkeit über nicht fachgerecht angepasste Kanaldeckel donnern und dadurch heftige Schläge verursachen. Des weiteren besteht eine extreme Lärmbelästigung in aufgemotzten Pkw mit, ich wage zusagen, nicht ordnungsgemäßen Abgasanlagen, die sehr oft mit überhöhter und sehr hoher Geräuschkulisse sowie Geschwindigkeit, die Kölner Strasse befahren (vorwiegend Nachts). Durch das Echo im Viadukt, verstärkt sich dieses zusätzlich. Das gleiche gilt ebenfalls für einige Motorradfahrer, speziell für solche, die mit Enduro oder Cross Maschinen unterwegs sind.
Ebenso meinen einige Verkehrsteilnehmer, den Busbahnhof, Nachts als Slalomstrecke missbrauchen zu müssen. Durch aufheulende Motoren und quietschende Reifen ist oft der nächtliche Schlaf vorbei.
Das gleiche gilt oftmals auch auch für Besucher und Gäste des Spielkasinos, die zu später Stunde meinen, ihrem Ärger über verspielte Gelder lautstark (oft sehr stark Alkoholisiert) Luft machen zu müssen.

Zur Abhilfe sehe ich folgende Lösungsvorschläge:
  • Anheben der abgesenkten Kanaldeckel auf Fahrbahnhöhe Einrichtung einer Tempo 30 Zone vom Kreisel (B 54) bis in Höhe Hagebaumarkt um den Verkehr zu beruhigen und die Geräuschkulisse von Schwer-lastverkehren zu mindern, sowie den Schutz von Fussgänger zu verbessern. 
  • Überwachung des Verkehrs durch geeignete Dienststellen (Polizei,Ordnungsamt) auch Nachts und anWochenenden.
  • Kontrolle des Busbahnhofes durch geeignete Dienstellen (vorwiegend nachts).
  • Begrenzung der Öffnungszeiten der Spielhalle 
  • Auf längere Sicht den Bau einer Umgehungsstrasse, um den Durchgangsverkehr aus Kierspe heraus zu bekommen und somit die Lärmbelastung entscheidend zumindern.

Stellungnahme der Einwohner an der Friedrich-Ebert-Str. 388:
Wir sind mit unserem Haus zwar nicht in der Lärmaktionsplanung aufgeführt, liegen aber auch an der Friedrich-Ebert-Str. und werden daher durch den Verkehrslärm stark belastet. ln der Woche und auch sonntags, wenn das Fahrverbot nicht mehr gilt, donnern die LKW in einem stetigen Strom an unserem Haus vorbei, so dass man trotz Doppelverglasung denkt, die LKW's fahren mitten durchs Haus. Wenn die LKW's nicht fahren dürfen (sonntags tagsüber), sind es bei gutem Wetter oder in den Ferien die Motorräder, die den Lärmpegel in die Höhe treiben. Vor unserem Haus wird, wenn der Verkehr aus Richtung Haiver kommt, abgebremst, damit man etwas langsamer in den Ort hereinfährt oder richtig Gas gegeben wenn man Richtung Haiver fährt, denn der Ort ist ja bald zu Ende. Außerdem haben wir die Bushaltestelle direkt vor unserer Tür, so dass dadurch die Autos auch bremsen, halten und
wieder anfahren müssen.
Die Lösung? Sicherlich der seit Jahrzehnten geplante Lausebergabstieg oder eine Dreifachverglasung der Fenster, die natürlich nur im Haus wirkt und nicht, wenn man auch mal im Garten sitzen und seine Ruhe haben möchte oder einfach nur mal die Fenster geöffnet haben will.


Stellungnahme der Einwohner an der Dr. Deisting Str. 4:
Unser Grundstück verläuft mit ca. 44 m an der Fr. Ebert-Str., direkt an der Einfahrt zur Dr. Deisting Str.. Sehr starke Belastung durch den Anstieg und Abstieg der Fr. Ebert-Str.
Empfehlen könnte ich eine Verkehrsberuhigung auf 30 km/h mit entsprechender Überwachung.


Stellungnahme der Einwohner an der Fr.-Ebert-Strasse 366:
Schallschutzwände sind in der Fr.Ebert Str. meines Erachtens nicht möglich.
Auch mehrfach verglaste Scheiben bringen nur bedingt etwas, man will ja auch mal Lüften.
Das einzig Sinnvolle ist eine Umgehungsstrasse.


Stellungnahme der Einwohner am Büscherweg 9:
Zwischen 7.00h und 8.30h und während der Mittagszeit herrscht täglich auf dem Büscherweg ein höheres Verkehrsaufkommen als auf den Hauptstraßen. Durch das Abstoppen vor und wieder Gas geben hinter den Bodenschwellen entsteht entsprechender Lärm. Weiter wird der Büscherweg auch von LKW's, die zum Teil unbeladen, bzw. mit unbefestigten Werkzeugen, befahren. Darunter heben sich besonders die städtischen Fahrzeuge ab. Neben einer Lärmmessung ist eine verstärkte Kontrolle über die Einhaltung der Geschwindigkeitsgrenze wünschenswert. Allein dieses würde m. E. den Lärmpegel um Einiges senken!


Stellungnaheme der Einwohner an der Hauptstraße 39:

Die Ortsdurchfahrt von Rönsahl ist auf der B 237 stark durch Verkehrslärm belastet.

Lösungsvorschlag:
Eine aktive Geschwindigkeitsanzeige für die Fahrer. Eine stationäre Radarmessung sei nicht sinnvoll.


Stellungnahme der Einwohner an der Volmestr. 65:
B54 Volmestraße / Neue Brücke, Straße hat in der Mitte eine große Rille wodurch der Verkehrslärm sehr stark ist. Es wäre schön, wenn man diese Zeitnah reparieren würde. Weiterhin ist diese Strecke für fast alle eine Rennstrecke wo kein Tempolimit eingehalten wird statt 70 könnte man
da 50 als Limit setzen.


Stellungnahme der Einwohner an der Fr.-Ebert-Str. 364:

In der Fr.-Ebert-Str. 364 (ehemalige Sparkasse Kierspe-Dorf) wohnen ab
15.6.2016 insgesamt 7 Personen. Vor allem durch die vielen Lastwagen ist es unglaublich LAUT. Bei Lärmschutzmessungen in anderen Gebieten wurde herausgefunden, dass allein durch die VERMINDERUNG der GESCHWINDIGKEIT der LÄRMPEGEL zu einem großen Teil GESENKT werden konnte.

Daher lautet mein Lösungsvorschlag:
30 km GESCHWINDIGKEITSBEGRENZUNG auf der Fr.-Ebert-Straße wahlweise für LKW und/oder PKW, doch auf jeden Fall FÜR LASTWAGEN.


Stellungnahme der Einwohner am Bruch 3 (direkt an der K3):
Lärmbelästigung durch Morradfahrer auf der K3. Wohnwert gleich Null!

Lösungsvorschlag:
Sperrung der K3 für Motorradfahrer am Wochenende


Stellungnahme der Einwohner am Hölterhaus 3:
Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung von 70km/h wird direkt bei uns vor der Haustür beschleunigt. Riskante Ueberholmanoever sind an der Tagesordnung. Die Motorradfahrer machen furchtbar Lärm. Daß dieser Lärmpegel
an Motorraedern erlaubt sein soll, erscheint unwahrscheinlich. In Richtung Kierspe Dorf steht vor unserem Haus ein fest installierter Blitzer. ln Fahrtrichtung Haiver ist keiner. Polizei Kontrollen hab ich hier noch nie erlebt. Wären aber äußerst sinnvoll, besonders an Wochenenden.


Stellungnahme der Einwohner an der Jahnstrasse 13a:
Lärmbelästigung durch zunehmenden LKW/Verkehr.
Trotz Renovierung Strasse I FriedrichiEbert/Str. vor einigen Jahren, springen LKWs immer wieder ueber den Buergersteig und erzeugen erheblichen Lärm. Auch kommt es zu gefaehrlichen Verkehrssituationen und es ist ein
Wunder, dass es am Nadeleehr Neunz- Kamm und Schere noch zu keinem Unfall gekommen ist.

Lösungsvorschlag:
Umgehungsstrasse- dringend