Jugendzentrum und Streetwork im Corona–Modus

Freizeit & Tourismus 26.03.2020
Jugendzentrum und Streetwork im Corona–Modus

Der Coronavirus hat das Leben verändert. Überall spürt und sieht man die Auswirkungen. Geschlossene Geschäfte, Schule, Kindergärten sowie Kontaktverbote. Und gerade die Kontaktverbote treffen Kinder und Jugendliche hart. Nichts mehr mit gemeinsam Fußballspielen oder chillen. Auch ein Besuch der Jugendzentren oder Gespräche mit den Streetworkern sind nicht möglich. Denn zusammen mit den Schulen wurden auch alle Jugendeinrichtungen geschlossen und alle Angebote und Veranstaltungen auf null gefahren. Eine Situation, die so niemand vorher kannte. Aber nicht nur für die Kinder und Jugendliche ist diese Situation gewöhnungsbedürftig. Auch für die städtischen Mitarbeiter im Bereich offene Jugendarbeit / Streetwork, Susanne Sattler, Christian Schwanke und Susanne Struth-Gräfe ist es oft unwirklich und völliges Neuland.

Denn diesmal ist es wirklich so, dass es keine Erfahrungswerte gibt, die die Pädagogen den Jugendlichen mit auf den Weg durch die Krise geben können. Niemand weiß, wie sich die Sache entwickelt und wie man damit umgeht. Eines war den städtischen Mitarbeitern aber sofort klar. Sich komplett zurückziehen und abwarten, dass wollten sie nicht. Wichtig war, dass der Kontakt zu den Jugendlichen nicht verloren geht. Denn gerade bei ihnen gibt es eine große Unsicherheit. So befindet sich die Jugendarbeit in Kierspe im Corona-Modus. Es gibt mehrere Wege, wie dieser Modus aussieht. Zum einen spielen die Hausaufgaben der Schulen eine große Rolle.

Denn es ist so, dass nicht alle Jugendliche über eine eigene E-Mail-Adresse, einen Computer oder andere Geräte wie Drucker und Scanner verfügen. Das wird aber von den Schulen meistens vorausgesetzt. Also tickern einige Hausaufgaben auf den Rechnern im Jugendzentrum auf. Hier müssen diese Aufgaben dann an die entsprechenden Schüler weitergeleitet werden. Und das ist bei Kontaktverbot oft gar nicht so einfach. Aber es gelingt. Genauso wie die Beantwortung von Fragen zu diesen Aufgaben.

Eine große Rolle spielt das Internet mit den Sozial Medien wie Facebook, Instagram und WhatsApp. Denn gerade diese Kanäle sind der schnellste und einfachste Weg zu den Jugendlichen Kontakt zu halten. So gibt es auf den Facebook- und Instagram-Auftritten des Jugendzentrums immer wieder die neusten Infos zum Thema Corona. Aber auch Tipps gegen die Langeweile, so z.B. die Online-Kocharena mit leckeren Rezepten zum nachkochen, Knobel- und Denkspiele aber auch Rätselgeschichten und Malvorlagen. Hiermit soll erreicht werden, dass wichtige Infos auch bei den Jugendlichen und ihren Eltern ankommen, sie aber auch keinen Lagerkoller vor Langeweile bekommen.

Ein weiterer wichtiger Mosaikstein in diesem Corona-Modus ist die WhatsApp Gruppe „Jugendzentrum Corona“. In dieser Gruppe des Messenger Dienstes sind viele der Stammbesucher vertreten. Hier können sie sich austauschen und in Kontakt bleiben. Nicht nur untereinander, sondern auch zum Streetworker und Jugz-Mitarbeiter Christian Schwanke. Jeden Abend um 19 Uhr wird über ein Thema gesprochen und diskutiert. Das wirkt alles sehr fremd und bizarr, aber besondere Zeiten brauchen besondere Methoden.
Das Jugendzentrum der Stadt Kierspe bietet für alle Kinder und Jugendlichen, aber auch für Eltern, die Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Egal um was es geht - die Mitarbeiter versuchen zu helfen. Nicht nur bei Fragen rund um Corona und den damit verbundenen Sorgen, auch bei der Hilfe bei den Aufgaben der Schulen, bei Problemen mit Eltern, Freunden oder Polizei, beim Thema Berufswahl und so weiter. Oder auch wenn jemand einfach nur quatschen möchte.

Das geht entweder per E-Mail an jgzkrsplcm, über den Messenger der Facebook Seite Jugendzentrum relaX/ Team Streetwork Stadt Kierspe, über den Instagramaccount relaX_Kierspe und auch per Telefon an 02359/661-259 und 0175/4639987.

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