Haus Rhade

Haus Rhade

Im Jahre 991 erwarb Erzbischof Heribert von Köln, Kanzler Kaiser Ottos III., das freie Eigentum des Edelherren Benno und vermachte es der Benediktinerabtei Deutz als Ausstattungsgut bei ihrer Gründung 1003. Dem urkundlichen Dokument ist zu entnehmen, dass die "curtis Rothe" bereits damals Mittelpunkt eines herrschaftlichen Güterverbandes war, der später über Grundbesitz in den Kirchspielen Lüdenscheid, Halver, Herscheid, insbesondere aber Kierspe verfügte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Haus Rhade an eine Reihe von adeligen Familien, wie die Herren von Neuhoff, von Hatzfeld, von Heyden zu Schönrad und Bruch, verpfändet.

Die letztere Familie löst den Besitz käuflich ab. 1725 ging Haus Rhade in den Besitz der Familie von Holtzbrinck über, die es 1910 an den Kaufmann Niehoff zu Dülmen veräußerte. 1916 kam Haus Rhade in den Besitz der Familie Schwietzke, die es heute noch bewohnt.

Weit über die engeren Grenzen bekannt wurde Haus Rhade durch den archäologischen Nachweis einer engen Verbindung von Adelsgut und Eisenerzeugung. Es konnten in Bachnähe oberhalb des Herrenhauses die Reste einer wassergetriebene Eisenhütte ausgegraben werden, die von 1250 – 1450 arbeitete und als Vorläufer des modernen Hochofens anzusehen ist. Das Bergbaugebiet lag ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Herrenhauses und der Eisenhütte.

Da das Herrenhaus heute als Wohnhaus genutzt wird, ist es nicht zu besichtigen.

 
 

Lage von Haus Rhade

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