News vom 29.03.2022

 
 

Klimaschutzmanager beim Wetterexperten Sven Plöger

VON SILJA HOHMANN UND ERIC LUDEWIG


Als Klimaschutzmanager ist es wichtig Augen und Ohren offen zu halten und so viele Blickwinkel und Ideen wie möglich zu sammeln. Dadurch wird die Arbeit unglaublich vielfältig und spannend. Diesmal hat uns unser Weg zu Sven Plöger geführt, der am Dienstagabend in der Stadthalle Meinerzhagen unter dem Motto „Zieht euch warm an, es wird heiß!“ aufgetreten ist. Abseits von Klimawandel-Katastrophen und extremen Wetterlagen, möchten wir Ihnen gerne

4 Dinge aus dem Vortrag mitgeben:

 

  1. 4°C wärmer sind nicht gleich 4°C wärmer
    „Hört sich doch super an. 4°C, was soll da schon passieren? Dann wechsle ich halt ein bisschen früher von der Winterjacke zum Übergangsjäckchen. Dafür hab ich sie ja!“

    Ganz so entspannt ist das nicht. Um zu zeigen, wie viel 4°C sind, hat Sven Plöger folgendes Gegenbeispiel gebracht: „Wie sähe die Welt aus, wenn es 4°C kälter wäre?“ Auf jeden Fall ganz anders: Eine meter-bis kilometerhohe Eisschicht würde unsere Welt bedecken. Leben? Kaum möglich.

    Wir haben jetzt schon mit verschiedenen Katastrophen zu kämpfen. Extreme Hochwasser, Starkregen, Dürren, Waldsterben und das alles in Deutschland und nicht mehr irgendwo auf der Welt. Machen wir also gar nichts, wird das häufiger passieren. Und aus 3-jährigen Dürren, wie wir sie erst letztens hatten, werden dann vielleicht 10-jährige Dürren. Das Ergebnis kann man sich ausmalen. Dann können wir wortwörtlich den Kopf in den Sand stecken. Aber jetzt ist noch alles drin, denn…

  2. Wissen ist Macht! Optimismus beflügelt!
    Wir wissen, was los ist. Wir sehen die Probleme und wir sehen die Herausforderungen und dafür müssen wir jetzt Lösungen finden.

    Wichtig ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Nicht nur wir als Klimaschutzmanager sind für den Klimaschutz zuständig, sondern jeder einzelne. Und wenn Sie gar nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, weil Sie vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen, fragen Sie gern um Rat oder tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten aus.

    Jetzt müssen wir nur noch die Liebe zu schlechten Nachrichten in einen Rucksack packen und ganz tief verbuddeln, damit wir endlich durchstarten können. Optimismus oder Naivität, wie man es auch nennen will: Hauptsache es gibt uns Kraft, etwas anzupacken und verändern zu wollen.

    „Viele Hände, schnelles Ende“, wie man so schön sagt.

  3. Wir müssen aus dem Tunnel rausfahren…
    …mit dem Fahrrad natürlich – bildlich gesprochen. So wie es jetzt läuft, ist es nicht optimal, weil wir eher zögerlich in die Gänge kommen. Je länger wir jedoch noch zu wenig Fahrt aufnehmen, desto drastischer müssen die Maßnahmen werden, um noch wirken zu können. Über den Tellerrand zu schauen, mit anderen ins Gespräch zu kommen, ist auch hier hilfreich.

  4. Et kütt wie et kütt - und manchmal anders, als man denkt.
    „Et kütt wie et kütt“ ist hier sehr wahrscheinlich die falsche Herangehensweise. Zum Glück wird an allen Ecken und Enden schon durchgestartet! Der Märkische Kreis kümmert sich zum Beispiel um kreisweite Konzepte für Hochwasser und Starkregen und für die Förderung des interkommunalen Radverkehrs. Außerdem haben fast alle Städte im Kreis Klimaschutzmanagerinnen und -manager, die das Thema in der Verwaltung etablieren und mit Unterstützung von Ihnen, Maßnahmen aus den Klimaschutzkonzepten umsetzen sollen. Das heißt wir sind auf Ihr Engagement angewiesen! Ohne Sie funktioniert es nämlich nicht so gut. Also lassen Sie uns gemeinsam neue Ideen entwickeln, neue Wege beschreiten – kreativ und mutig sein!



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