Pressemitteilung vom 15.03.2022

 
 

„Runder Tisch Flüchtinge“

Ukrainische Flagge mit Friedenstaube

Die Stadt hat sich mit vielen bewährten Akteuren am Montagabend zu einem „Runden Tisch Flüchtlinge“ getroffen. „Die erfolgreiche Netzwerkerfahrung aus der Flüchtlingskrise 2015 haben wir genutzt“, so Bürgermeister Olaf Stelse. Am 14. März erfolgte der erste digitale Austausch mit Akteuren der Vereine, Organisationen und Kirchengemeinden.

Zeichen der Solidarität sind enorm wichtig und von unschätzbaren Wert. Es komme jetzt darauf an, diese Hilfsbereitschaft zu unterstützen und zu koordinieren. Die Menschen aus der Ukraine brauchen jetzt dringend eine Unterkunft, wo sie zur Ruhe kommen können, um das Erlebte zu verarbeiten.

Wie am Montagabend deutlich wurden, haben schon viele Akteure eigene Impulse gesetzt. „Diese möchten wir als Stadt gerne bündeln und koordinieren.“ Viele Bürgerinnen und Bürger haben bereits der Stadt ihre Hilfe angeboten. Beim Runden Tisch wurde deutlich, dass dringend neue helfende Hände für die Hilfsorganisationen Menschen helfen, Hand in Hand oder Verein Kinder von Tschernobyl gesucht werden, damit die erfolgreiche Unterstützung der Flüchtlinge fortgesetzt werden kann.

Wie bekannt, hat die Stadt zur Koordination folgende Kommunikationswege angeboten:

Für Wohnraum:
E-Mail: pstkrspd oder
Telefon: Herrn Sgobio, Tel. 02359/661-154, oder Frau Schwanke, Tel. 02359/661-137.

Für Fahrdienste, Betreuungsangebote, Hilfe bei Übersetzungen und andere Unterstützungen:
E-Mail: pstkrspd oder
Telefon: Frau Schwanke, Tel. 02359/661-137.

Der Stadt sind aktuell 50 Personen bekannt, die aus der Ukraine in Kierspe angekommen sind, davon 22 Kinder und Jugendliche.

„In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass sich aus der Ukraine geflohene Menschen, die in Kierspe ankommen, am besten sofort telefonisch dem Bürgerbüro Kierspe oder im Sachgebiet Soziales, Frau Schwanke oder Herrn Sgobio melden“, so der Sachgebietsleiter Sebastian Laatsch. „Dies gilt auch, wenn sie bei Bekannten oder Verwandten Unterkunft erhalten haben.“

Alle Beteiligten des Runden Tisches lobten die enorme Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Derzeit sind die bisher aufgenommenen Flüchtlinge in Privatunterkünften untergebracht und werden dort auch betreut. Doch jeden Tag können weitere Flüchtlinge über die Bezirksregierung Arnsberg zugewiesen werden. Damit diese untergebracht werden können, hält die Stadt Wohnraum zur gemeinsamen Nutzung vor.

Bürgermeister Stelse weist darauf hin, dass die Entwicklung der Ereignisse so dynamisch sei, dass eine verlässliche Einschätzung der Lage aktuell nicht möglich ist. Weder ist bekannt, wie viele ukrainische Bürgerinnen und Bürger tatsächlich nach Deutschland kommen noch wie der tatsächliche Bedarf an Hilfsgütern ist. Daher werden zum jetzigen Zeitpunkt keine Sachspenden angenommen.

Bei Bedarf wird der Verein Kinder von Tschnernobyl aus ihren vorhandenen Sachspenden den Flüchtlingen helfen. Menschen helfen haben im Lager keine weiteren Kapazitäten für Möbel, jedoch fehlen Töpfe und Pfannen, Geschirr und sonstige Haushaltsgegenstände. Gleiches gilt für Hand in Hand, deren Vorsitzender Wolfang Koll bereits angekündigt hat, dass der Kleiderschrank und die Fundgrube ab 06. April 2022 wieder geöffnet werden.

Für die Betreuung der Kinder und die Treffen stellt die Katholische Kirchengemeinde ihr Gemeindehaus am Glockenweg zur Verfügung und die Baptistische Brüdergemeinde, die bereits ein Team zur Betreuung gebildet hat, bietet eine Notfallnummer und eine E-Mailadresse an. Weiterhin sind in der Gemeinde bereits die ersten Familien untergebracht. Der Mensaverein möchte mit gemeinsamen Mahlzeiten unterstützen.

Die AWO kann im direkten Kontakt mit Hand in Hand Deutschkurse oder Einzelfallberatungen anbieten. Der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes überlegt, Impfaktionen und Vorsorgeuntersuchungen anzubieten.

„Hilfe erreicht jedoch nur ihr Ziel, wenn diese bedarfsgerecht ist und da ankommt, wo sie gebraucht wird.“ Der Runde Tisch richtet daher den Appell an die Menschen in Kierspe: „Aktuell ist mit helfenden Händen mehr geholfen als mit Sachspenden.“

In Kürze wird auch ein Flyer in ukrainischer Sprache mit wichtigen Informationen für ankommende Flüchtlinge sowie ein Fragebogen für die Arbeitssuchenden zur Verfügung stehen. Diese wurde von Menschen helfen 2015 entwickelt und ist jetzt von der Stadt aktualisiert und übersetzt worden.


Spenden für Flüchtlinge in Kierspe
Wer Geld spenden möchte, um die ukrainischen Geflüchteten zu unterstützen, kann einen Betrag spenden auf das von der Stadt angegebene Konto IBAN: DE65 4585 1665 0008 0000 10; BIC: WELADED1KMZ, Verwendungszweck „Ukrainehilfe“. Bürgermeister Stelse sichert zu, dass die Mittel ausschließlich dafür verwendet werden, um Geflüchteten hier vor Ort zu helfen.

Allen Beteiligten war es wichtig, im Austausch zu bleiben und so gut wie möglich zu helfen. Ein weiteres Treffen ist bereits angedacht.


Teilnehmer des Runden Tisches:

  • AWO Hagen-Märkischer Kreis
  • Baptistische Brüdergemeinschaft Kierspe
  • Ortsverband des Deutsches Rotes Kreuzes
  • Evangelische, katholische und freie evangelische Kirchengemeinde
  • Hand in Hand
  • Kinder von Tschernobyl
  • Mensaverein 
  • Menschen helfen
  • Stadt Kierspe
Ihr Ansprechpartner
 
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