Öffentliche Bekanntmachung der Stadt Kierspe

 
 
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Bekanntmachung
Satzung zur Durchführung von Bürgerentscheiden
vom 30.06.2021

 
 

Aufgrund des § 7 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 Satz 2 Buchstabe f) der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1994 (GV NRW S. 666), in der aktuellen Fassung, und § 1 der Verordnung zur Durchführung des Bürgerentscheids vom 10. Juli 2004 (GV.NRW S. 383) in der aktuellen Fassung, hat der Rat der Stadt Kierspe in seiner Sitzung am 22.06.2021 folgende Satzung zur Durchführung von Bürgerentscheiden beschlossen:


Inhaltsverzeichnis:
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Zuständigkeiten
§ 3 Stimmbezirk
§ 4 Abstimmberechtigung
§ 5 Stimmschein
§ 6 Abstimmungsverzeichnis
§ 7 Benachrichtigung der Abstimmberechtigten/ Bekanntmachung
§ 8 Abstimmungsheft/ Informationsblatt
§ 9 Zeitraum des Bürgerentscheids
§ 10 Stimmzettel
§ 11 Öffentlichkeit
§ 12 Stimmabgabe
§ 13 Vorstand für die Stimmabgabe per Brief
§ 14 Stimmenzählung
§ 15 Ungültige Stimmen
§ 16 Feststellung des Ergebnisses
§ 17 Entsprechende Anwendung der Kommunalwahlordnung
§ 18 Sonderregelung einer Urnenabstimmung
§ 19 Inkrafttreten


§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Satzung gilt für die Durchführung von Bürgerentscheiden ausschließlich per Briefwahlabstimmung im Gebiet der Stadt Kierspe.
(2) Findet innerhalb der Frist zur Durchführung des Bürgerentscheides eine allgemeine Wahl statt, kann der Tag des Bürgerentscheids auf den Wahltag festgelegt und eine Urnenabstimmung durchgeführt werden. Die zusätzlichen Regelungen ergeben sich aus § 18 dieser Satzung.


§ 2 Zuständigkeiten
(1) Der Rat legt den Abstimmungszeitraum fest.
(2) Der/Die Bürgermeister*in leitet die Abstimmung. Er/Sie ist für die ordnungsmäßige Vorbereitung und Durchführung des Bürgerentscheids verantwortlich, soweit die Gemeindeordnung oder diese Satzung nichts Anderes bestimmen.
(3) Der/Die Bürgermeister*in bildet einen Abstimmungsvorstand. Der Abstimmungsvorstand besteht aus dem/der Vorsteher*in, dem/der stellvertretenden Vorsteher*in und drei bis sechs Beisitzern. Der/die Bürgermeister*in bestimmt die Zahl der Mitglieder des Abstimmungsvorstands und beruft die Mitglieder des Abstimmungsvorstandes. Die Beisitzer des Abstimmungsvorstandes können im Auftrage des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin auch vom Vorsteher/der Vorsteherin berufen werden. Der Abstimmungsvorstand entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstehers/der Vorsteherin den Ausschlag.
(4) Die Mitglieder in den Abstimmungsvorständen üben eine ehrenamtliche Tätigkeit aus, auf die sinngemäß die allgemeinen Vorschriften des kommunalen Verfassungsrechts mit Ausnahme des § 31 der Gemeindeordnung Anwendung finden.


§ 3 Stimmbezirk
Stimmbezirk ist das Gebiet der Stadt Kierspe.


§ 4 Abstimmberechtigung
(1) Abstimmberechtigt ist, wer am letzten Tage der Stimmabgabe des Bürgerentscheids Deutscher im Sinne von Artikel 116 Abs. 1 des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats der Europäischen Gemeinschaft besitzt, das 16. Lebensjahr vollendet hat und mindestens seit dem 16. Tag vor der Abstimmung im Gemeindegebiet seine/ihre Wohnung, bei mehreren Wohnungen seine/ihre Hauptwohnung hat oder sich sonst gewöhnlich aufhält und keine Wohnung außerhalb des Abstimmungsgebietes hat.
(2) Von der Abstimmberechtigung ausgeschlossen ist wer infolge Richterspruchs in der Bundesrepublik Deutschland das Wahlrecht nicht besitzt.


§ 5 Stimmschein
(1) Abstimmen kann nur, wer in ein Abstimmungsverzeichnis eingetragen ist oder einen Stimmschein hat.
(2) Ein/e Abstimmberechtigte*r erhält auf Antrag einen Stimmschein.
(3) Stimmscheine können noch bis zum letzten Tag des Abstimmungszeitraums, 15:00 Uhr, beantragt werden, im Übrigen gilt § 19 Abs. 4 Kommunalwahlordnung entsprechend.


§ 6 Abstimmungsverzeichnis
(1) Im Stimmbezirk wird ein Abstimmungsverzeichnis geführt. In das Abstimmungsverzeichnis werden alle Personen eingetragen, bei denen am 42. Tage vor dem Bürgerentscheid (Stichtag) feststeht, dass sie während des gesamten Abstimmungszeitraums abstimmberechtigt und nicht von der Abstimmung ausgeschlossen sind. Von Amts wegen in das Abstimmungsverzeichnis einzutragen sind auch die nach dem Stichtag bis zum 16. Tage vor dem Bürgerentscheid zugezogenen und bei der Meldebehörde gemeldeten Wahlberechtigten.
(2) Jede*r Wahlberechtigte hat das Recht, an den Werktagen vom 20. bis zum 16. Tag vor dem Bürgerentscheid während der allgemeinen Öffnungszeiten der Stadt Kierspe die Richtigkeit oder Vollständigkeit der zu seiner/ihrer Person im Abstimmungsverzeichnis eingetragenen Daten zu prüfen.


§ 7 Benachrichtigung der Abstimmberechtigten / Bekanntmachung

(1) Spätestens am Tage vor Beginn der Einsichtsfrist in das Abstimmungsverzeichnis benachrichtigt der/die Bürgermeister*in jede*n Abstimmberechtigte*n, der/die in das Abstimmungsverzeichnis eingetragen ist.
(2) Die Benachrichtigung enthält folgende Angaben:
a) den Familiennamen, den Vornamen und die Wohnung des/der Abstimmberechtigten,
b) den Stimmbezirk,
c) ein Abstimmungsheft / Informationsblatt gem. § 8 dieser Satzung
d) die Nummer, unter der der/die Abstimmungsberechtigte in das Abstimmungsverzeichnis eingetragen ist,
e) die Belehrung über die Beantragung eines Stimmscheins und die Übersendung von Unterlagen zur Stimmabgabe per Brief.
(3) Spätestens am Tage vor Beginn der Einsichtsfrist in das Abstimmungsverzeichnis macht der/die Bürgermeister*in öffentlich bekannt
a) den Tag des Bürgerentscheids und den Text der zur Entscheidung stehenden Frage, beim Stichentscheid auch den Text der vom Rat beschlossenen Stichfrage,
b) wo, wie lange und zu welchen Tagesstunden das Abstimmungsverzeichnis eingesehen werden kann,
c) dass innerhalb der Einsichtsfrist bei dem/der Bürgermeister*in Einspruch gegen das Abstimmungsverzeichnis eingelegt werden kann.


§ 8 Abstimmungsheft / Informationsblatt
(1) Die Titelseite enthält die Überschrift Abstimmungsheft / Informationsblatt der Stadt Kierspe zum Bürgerentscheid und den Text der zu entscheidenden Frage sowie Tag und Uhrzeit, bis wann der Stimmbrief bei dem/der Bürgermeister*in eingegangen sein muss. Im Fall eines Stichentscheids enthält die Titelseite die Texte der zu entscheidenden Fragen sowie den der Stichfrage.
(2) Das Abstimmungsheft / Informationsblatt enthält
a) die Unterrichtung durch den/die Bürgermeister*in über den Ablauf der Abstimmung und eine Erläuterung des Verfahrens der Stimmabgabe durch Brief,
b) die Kostenschätzung der Verwaltung und eine kurze sachliche Begründung der Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens. Legen die Vertretungsberechtigten keine eigene Begründung vor, so ist die Begründung dem Begründungstext des Bürgerbegehrens zu entnehmen,
c) eine kurze sachliche Begründung der im Rat vertretenen Fraktionen, die das Bürgerbegehren abgelehnt haben,
d) eine kurze sachliche Begründung der im Rat vertretenen Fraktionen, die dem Bürgerbegehren zugestimmt haben,
e) eine Übersicht über die Stimmempfehlungen der im Rat vertretenen Fraktionen samt Angabe ihrer Fraktionsstärke. Sondervoten einzelner Ratsmitglieder und die Stimmempfehlung des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin sind auf deren Wunsch wiederzugeben.
(3) Die Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens sowie jeweils ein Mitglied der im Rat vertretenen Fraktionen verständigen sich unter Beteiligung des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin über eine Obergrenze für die Länge der Texte und eine angemessene, sachliche Darstellung der Inhalte (Abs. 2 Ziff. 2 bis 4). Wird eine einvernehmliche Verständigung nicht erzielt, ist die Darstellung im Abstimmungsheft auf die Unterrichtung über den Ablauf der Abstimmung, eine Erläuterung des Verfahrens der Stimmabgabe durch Brief und den Begründungstext des Bürgerbegehrens sowie die Übersicht über die Stimmempfehlungen der im Rat vertretenen Fraktionen, des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin und evtl. Sondervoten einzelner Ratsmitglieder zu beschränken.
Der/die Bürgermeister*in kann für die im Abstimmungsheft / Informationsblatt gem. Abs. 2 Nr. 2 Satz 2 i. V. m. Abs. 3 Satz 2 darzustellende Begründung des Bürgerbegehrens ehrverletzende oder eindeutig wahrheitswidrige Behauptungen des Begründungstextes streichen sowie zu lange Äußerungen ändern und kürzen.
(4) Das Abstimmungsheft / Informationsblatt wird auch im Internet auf der Homepage der Stadt Kierspe veröffentlicht.
(5) Beim Ratsbürgerentscheid enthält das Abstimmungsheft / Informationsblatt abweichend von Abs. 2 Nr. 2 bis 4 und Abs. 3 eine kurze Begründung des Rates. Die Begründung muss die wesentlichen für die Entscheidung durch den Bürger erheblichen Tatsachen enthalten. Kurze sachliche Stellungnahmen der im Rat vertretenen Fraktionen sind auf ihren Wunsch aufzunehmen.


§ 9 Zeitraum des Bürgerentscheids
(1) Der Bürgerentscheid findet innerhalb eines Abstimmungszeitraumes von zwei Wochen statt.
(2) Die Stimmabgabe ist an den Werktagen des Abstimmungszeitraumes zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Bürgerbüros sowie an zwei vom Bürgermeister/von der Bürgermeisterin zu bestimmenden Tagen bis 18 Uhr möglich.


§ 10 Stimmzettel
Die Stimmzettel werden amtlich hergestellt. Sie müssen die zu entscheidende Frage enthalten und auf „ja“ und „nein“ lauten. Zusätze sind unzulässig.
Im Falle des Stichentscheids enthalten die Stimmzettel die gleichzeitig zur Abstimmung gestellten Fragen sowie darunter die Stichfrage. Bei der Stichfrage macht die abstimmende Person kenntlich, welchen der Bürgerentscheide sie vorzieht für den Fall, dass die gleichzeitig zur Abstimmung gestellten Fragen in einer miteinander nicht zu vereinbarenden Weise beantwortet werden.


§ 11 Öffentlichkeit
(1) Die Ermittlung des Abstimmungsergebnisses in dem Stimmbezirk ist öffentlich. Der Abstimmungsvorstand kann aber im Interesse der Abstimmungsermittlung die Zahl der Anwesenden beschränken.
(2) Den Anwesenden ist bei der Ermittlung des Abstimmungsergebnisses jede Einflussnahme untersagt.
(3) In und an dem Gebäude, in dem sich das Bürgerbüro befindet, sowie unmittelbar vor dem Zugang zu dem Gebäude, ist jede Beeinflussung der Abstimmenden durch Wort, Ton, Schrift oder Bild sowie jede Unterschriftensammlung verboten.
(4) Die Veröffentlichung von Ergebnissen von Abstimmungsbefragungen nach der Stimmabgabe über den Inhalt der Abstimmungsentscheidung ist vor Ablauf der Abstimmungszeit unzulässig.


§ 12 Stimmabgabe
(1) Der/Die Abstimmende hat für jede zu entscheidende Frage eine Stimme. Er/Sie gibt seine/ihre Stimme per Brief geheim ab.
(2) Der/die Abstimmende gibt für jede zu entscheidende Frage seine/ihre Stimme in der Weise ab, dass er/sie durch ein auf dem Stimmzettel gesetztes Kreuz oder auf andere Weise eindeutig kenntlich macht, welche Antwort gelten soll.
(3) Der/die Abstimmende hat dem/der Bürgermeister*in einem verschlossenen Briefumschlag
a) seinen/ihren Stimmschein,
b) in einem besonderen verschlossenen Stimmumschlag seinen/ihren Stimmzettel
so rechtzeitig zu übersenden, dass der Stimmbrief am letzten Tag des Abstimmungszeitraums bei ihm/ihr eingeht. Der Stimmbrief kann auch persönlich im Rathaus abgegeben werden.
(4) Auf dem Stimmschein hat der/die Abstimmende oder die Hilfsperson (Abs. 4 Satz 2) dem/der Bürgermeister*in an Eides Statt zu versichern, dass der Stimmzettel persönlich oder gemäß dem erklärten Willen des Abstimmenden gekennzeichnet worden ist.


§ 13 Vorstand für die Stimmabgabe per Brief
(1) Der Vorstand für die Stimmabgabe per Brief (Abstimmungsvorstand) öffnet den Stimmbrief, prüft die Gültigkeit der Stimmabgabe und legt den Stimmumschlag im Fall der Gültigkeit der Stimmabgabe ungeöffnet in die Abstimmungsurne.
(2) Bei der Stimmabgabe per Brief sind Stimmbriefe zurückzuweisen, wenn
a) der Stimmbrief nicht rechtzeitig eingegangen ist,
b) dem Stimmbriefumschlag kein oder kein gültiger Stimmschein beiliegt,
c) dem Stimmbriefumschlag kein Stimmumschlag beigefügt ist,
d) weder der Stimmbriefumschlag noch der Stimmumschlag verschlossen ist,
e) der Stimmbriefumschlag mehrere Stimmumschläge, aber nicht eine gleiche Anzahl gültiger und mit der vorgeschriebenen Versicherung an Eides Statt versehener Stimmscheine enthält,
f) der Abstimmende oder die Person seines Vertrauens die vorgeschriebene Versicherung an Eides Statt zur Briefabstimmung auf dem Stimmschein nicht unterschrieben hat,
g) kein amtlicher Stimmumschlag benutzt worden ist,
h) ein Stimmumschlag benutzt worden ist, der offensichtlich in einer das Abstimmungsgeheimnis gefährdenden Weise von den übrigen abweicht.
Die Einsender zurückgewiesener Stimmbriefe werden nicht als Abstimmende gezählt; ihre Stimmen gelten als nicht abgegeben.
(3) Die Stimme eines Abstimmberechtigten, der an der Abstimmung per Brief teilgenommen hat, wird nicht dadurch ungültig, dass er vor dem oder am Tag des Bürgerentscheids stirbt, aus dem Abstimmungsgebiet verzieht oder sonst sein Stimmrecht verliert.


§ 14 Stimmenzählung
(1) Die Stimmenzählung erfolgt unmittelbar im Anschluss an die Abstimmhandlung durch den Abstimmungsvorstand.
(2) Bei der Stimmenzählung ist zunächst die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen an Hand der eingenommenen Stimmscheine festzustellen und mit der Zahl der in den Urnen befindlichen Stimmzettel zu vergleichen. Danach wird die Zahl der gültigen Stimmen und der auf jede Antwort entfallenen Stimmen ermittelt.
(3) Über die Gültigkeit der Stimmen entscheidet der Abstimmungsvorstand.


§ 15 Ungültige Stimmen
Ungültig sind Stimmen, wenn der Stimmzettel
a) nicht amtlich hergestellt ist,
b) keine Kennzeichnung enthält,
c) den Willen des Abstimmenden nicht zweifelsfrei erkennen lässt,
d) einen Zusatz oder Vorbehalt enthält.


§ 16 Feststellung des Ergebnisses
(1) Der Rat stellt das Ergebnis des Bürgerentscheids/Stichentscheids fest. Im Falle von Zweifeln an dem Abstimmungsergebnis kann er eine erneute Zählung verlangen.
(2) Die Frage ist in dem Sinne entschieden, in dem sie von der Mehrheit der gültigen Stimmen beantwortet wurde, sofern diese Mehrheit mindestens 20 vom Hundert der Bürger beträgt. Bei Stimmengleichheit gilt die Frage als mit Nein beantwortet. Stehen mehrere Fragen gleichzeitig zur Abstimmung und werden diese in einem nicht miteinander zu vereinbarenden Sinne entschieden, so ist das Ergebnis des Stichentscheids maßgeblich. Es gilt die Entscheidung, für die sich im Stichentscheid die Mehrheit der gültigen Stimmen ausspricht. Bei Stimmengleichheit im Stichentscheid gilt der Bürgerentscheid, dessen Frage mit der höchsten Stimmenzahl mehrheitlich beantwortet worden ist.
(3) Der/die Bürgermeister*in macht das festgestellte Ergebnis öffentlich bekannt.


§ 17 Entsprechende Anwendung der Kommunalwahlordnung
Folgende Vorschriften der Kommunalwahlordnung vom 31.08.1993 (GV. NRW., S. 592, ber. S.567), in der zurzeit gültigen Fassung, finden entsprechende Anwendung: §§ 4, 7 bis 11, 12, 13 bis 18, 20 bis 22, 32 Abs. 6, 33 bis 60, 81 bis 83


§ 18 Sonderregelung bei einer Urnenabstimmung

(1) Die Anzahl der Stimmbezirke entspricht denen der angesetzten allgemeinen Wahl.
(2) Der Bürgermeister leitet die Abstimmung und bedient sich dabei des für die allgemeine Wahl berufenen Wahlvorstandes.
(3) Die Stimmabgabe kann am festgesetzten Wahltag von 8:00 bis 18:00 Uhr im jeweils festgesetzten Wahlraum erfolgen.
(4) Die Stimmenzählung erfolgt durch den Wahlvorstand unmittelbar im Anschluss der Auszählung der Stimmen für die allgemeine Wahl.
(5) Über die Gültigkeit der Stimmen entscheidet der Wahlvorstand.


§ 19 Inkrafttreten
Die Satzung für die Durchführung von Bürgerentscheiden tritt mit dem Tage nach der Bekanntmachung in Kraft.

Kierspe, 30.06.2021


Olaf Stelse
Bürgermeister

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