Kettensägenkunst

Kettensägenkunst

Im Herbst 2021 hat der Stadtmarketingverein Kierspe zwei Bäume an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Fritz-Linde-Straße von einem Kettensägenkünstler gestalten lassen.

Es handelt sich um zwei Eschen auf dem Grundstück der Gebrüder Gallo, die am Eschensterben erkrankt waren und gefällt werden mussten. Die verbliebenen rund sieben Meter sollten von einem Künstler gestaltet werden. Die Gebrüder Gallo konnten für das Projekt gewonnen werden und stellten die Bäume unentgeltlich zur Verfügung.

Für die Umsetzung des Kunstprojektes wurde der Bildhauer Ricardo Villacis beauftragt.

Ricardo Villacis, der in Ecuador geboren und aufgewachsen ist, lebt seit rund 25 Jahren in Süddeutschland, arbeitet auf der ganzen Welt, unterrichtet und veranstaltet Symposien. Bei den Weltmeisterschaften der Kettensägenkünstler ist er Vizeweltmeister geworden.

Bereits im Frühjahr 2021 wurde mit den Vorbereitungen für das Projekt begonnen. Skizzen wurden ausgetauscht und Entwürfe gemeinsam erarbeitet. Auch die Finanzierung musste gesichert werden und der Förderantrag im Rahmen der LEADER "Kleinprojekte" gestellt werden. Dieser wurde bewilligt, sodass das Projekt mit 80 % gefördert werden konnte.

Bevor die Arbeit begann, ist der Stadtmarketingverein gemeinsam mit dem Künstler durch Kierspe gefahren und hat ihm besondere Gebäude gezeigt, war mit ihm im Museum und zeigte ihm historische Bilder der Stadt.

Letztlich musste noch ein vierstöckiges Gerüst aufgebaut werden, das von allen Seiten einen Zugriff auf die Bäume erlaubt und sowohl die vorbeifahrenden Autos als auch die Fußgänger schützt.

Rund zwei Wochen arbeitete Villacis an den Bäumen und bekam dabei in der zweiten Woche Unterstützung von Regina Friemel, einer befreundeten Kettensägenkünstlerin. Viele Kiersper kamen vorbei und schauten den Künstlern bei der Arbeit zu.

Entstanden sind zwei nebeneinanderstehende Kunstwerke und eine neue Sehenswürdigkeit für Kierspe.

Der linke Baum trägt den Namen „Kiersper Blickpunkte – Aus alter und neuer Zeit“. Zu sehen sind das Stadtwappen, die Margarethenkirche, ein Afrikaspaten, „Fugo“ der Fußballgolf-Rabe, die Historische Brennerei in Rönsahl, Schanhollen, Bakelitprodukte wie ein Telefon und ein Lichtschalter mit Lampe, eine Mühle, der Wienhagener Turm und eine Tannenspitze.

Bei dem rechten Baum dreht sich fast alles um den Heimatdichter Fritz Linde. Dieser ist beim Dengeln seiner Sense abgebildet. Darüber befindet sich eine Büchertreppe und fast ganz oben hat der Kiersper Rauk seinen Platz gefunden.


Hier finden Sie einige Zeitungsartikel zu dem Projekt aus der Meinerzhagener Zeitung:

 
 

 
 
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Wir bedanken uns bei den Gebrüdern Gallo, die dieses Projekt mit freundlicher Unterstützung ermöglicht haben!


 
 

 
 

Gefördert wurde das Kleinprojekt im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“. Hier investieren die Bundesrepublik Deutschland und das Land Nordrhein-Westfalen unter Beteiligung der LEADER-Region Oben an der Volme.

 
 
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